Die Korrektion des Rheins (Johann Tulla) gehört zu den technischen Meisterleistungen des beginnenden 19. Jahrhunderts. Die Hochwasser bedrohten immer wieder die Siedlungen am Ufer.
Dettenheim (bei Liedolsheim) wurde immer wieder von den Fluten
heimgesucht, ganze Gemarkungsteile waren nur noch mit dem Boot zu
erreichen. So wurden 1812 die Bewohner in das Landesinnere umgesiedelt.
Bei Bruchsal entstand dann die neue Siedlung Karlsdorf.
Die Veränderungen des Stromlaufes zogen aber auch viele Grenzstreitigkeiten nach sich. So kam es wegen eines Durchstiches bei
Wörth zu einem Vertrag mit Frankreich, dem 1817 ein Vertrag mit Bayern
über die Begradigung des Rheins folgte.
Die 1822 gedruckte und 1824 / 25 mit Nachträgen versehen Karte zeigt
den alten und den neuen Stromverlauf. Im Vodergrund Mühlburg,
Daxlanden, Neureut, Eggenstein, Leopoldshafen. Auf der Pfälzischen
Seite: Wörth, Jockgrim, Neupotz.