Das ist wie Weihnachten ohne den Weihnachtsmann. Seit über 300 Jahren
ist der Hase als "Eierleger" bekannt und wird als Osterhase bezeichnet.
Für 86 Prozent der Deutschen gehört der Osterhase inzwischen zum Fest,
wie der "Milka Oster-Report 2003" ergab. Auch aus Schokolade sind die
Langohren beliebt - Milka allein stellt pro Jahr rund 30 Millionen
Schmunzelhasen her.
Schokolade in Hasen-Form
Jedes Jahr im Frühling beginnt die Herstellung der lila
Schokoladen-Osterhasen. Ins Reich der Sagen gehört die Geschichte, dass
Weihnachtsmänner eingeschmolzen und zu Osterhasen verarbeitet werden.
Der Weg zum süßen Langohr beginnt stets mit den Kakaobohnen, die
geröstet, aufgebrochen, von den Schalen befreit und zermahlen werden.
Die freigesetzte Kakaobutter schmilzt und verbindet alle Bestandteile
zu einer flüssigen Kakaomasse. Diese Masse wird unter anderem mit
Alpenmilch, Zucker und zusätzlicher Kakaobutter verrührt. Mehrere
Stahlwalzen zerreiben sie hauchdünn. In den "Conchen" - Rühr- und
Reibsystemen - wird sie schließlich mehrere Stunden lang gerührt und
geknetet. Am Schluss ist sie glatt und gießfähig.
Bei genau 28 Grad wird die Schokolade in die Osterhasen-Form gegossen.
Diese besteht aus zwei Hälften: In die eine Hälfte wird die abgemessene
Menge an flüssiger Schokolade gefüllt, dann werden beide Seiten
zusammengeklappt. Große Maschinen drehen die Formen in einem Kühlkanal
in alle Richtungen - dabei vibrieren diese ein wenig. So setzt sich die
Schokolade Schicht für Schicht gleichmäßig an den Innenwänden der Form
ab.
Die Schokoschicht wird immer dicker, bis der Osterhase fertig ist.
Zuletzt werden die Figuren nochmals gekühlt und in Alufolie mit dem
dekorativen Äußeren verpackt - fertig ist der lila Schmunzelhase.