01.02.2008 "Pupi co l'ova" - Brot mit Eiern - Ostern
Besteht aus einfachem Brotteig, der kunstvoll geformt um hartgekochte,
mitunter buntbemalte Eier geschlungen wird. Auch wenn die Bezeichnung
dieser Brotnester von Ort zu Ort unterschiedlich ist, dürfen sie zu
Ostern nirgendwo in Sizilien fehlen. Grundteig für Pizza und Brot:
15 g frische Hefe oder 1 EL Trockenhefe
1 Teelöffel Zucker
180 ml warmes Wasser
350 g Mehl
1-2 Teelöffel Salz
2 1/2 EL Olivenöl
Hefe, Zucker und 80 ml Wasser verrühren. 10 Minuten ruhen lassen, bis
sich Bläschen bilden. Mehl und Salz in eine grosse Rührschüssel sieben,
in die Mitte die Hefemischung, das Öl und fast das ganze restliche
Wasser giessen.
Mit einem Holzlöffel verrühren, falls nötig noch etwas warmes Wasser hinzugiessen.
Zu einer Kugel formen, in eine grosse Schüssel legen, und mit einem
Tuch bedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen, bis sich das
Teigvolumen verdoppelt hat.
Den Teig vor der Verarbeitung nochmal kurz auf bemehlter Fläche durchkneten.
Backzeit: 20-25 Minuten bei 160 Grad Umluft
Schwierigkeitsgrad: relativ einfach
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In Sizilien, das sich länger als andere Teile Europas eine tiefe
Religionsität bewahrt hat, gibt es buchstäblich hunderte von Brotsorten
undn -formen, und viele faszinierend geformte Brote sind mit bestimmten
Festen des Kirchenjahres verbunden.
Dem Heiligen Blasius, der vor Halsentzündungen schützen soll, ist das
"cannarozza" in Form einer Luftröhre gewidmet. Das "Minnuzza" aus Ucria
hat die
runde Form einer Brust und wird zu Ehren der Heiligen Agathe gebacken,
zu der Frauen beteten, die zu wenig Milch hatten oder an Erkrankungen
der Brust litten.
Der heiligen Lucia, der Bewahrerin des Augenlichts, die ihren Feiertag
am 13. Dezember hAT, wird mit einem Brotleib gedacht, um den zwei
schmale Teigstreifen in entgegengesetzter Richtung gewickelt werden -
eine stilisierte Darstellung der Augen.