Johann Adam Hartmann (1748-1836) war ein Sohn Edenkobens in der Pfalz
bevor er 1764 nach Kanada auswanderte und dort als der berühmte Trapper
"Lederstrumpf" in die Geschichte des Wilden Westens einging.
Nachdem J. F. Cooper (1789-1851) von den Abenteuern des Lederstrumpf
gehört hatte, nahm er die Geschichten von Johann Hartmann zur Vorlage
für seinen Roman Der Lederstrumpf.
Der am 15. September 1789 in Burlington am Delaware-Fluss geborene
James Fenimore Cooper gilt als einer der ersten bedeutenden Autoren
Nordamerikas. Cooper war Seekadett und Seeoffizier, bevor er sich als
30-Jähriger der Literatur zuwandte. Die Serie der international
erfolgreichen Lederstrumpf-Bücher begann Cooper im Jahre 1823, und sie
endete 1840 mit dem "Pfadfinder".
Der bekannte Vertreter des deutschen Impressionismus, der Maler Max
Slevogt (1896-1932), lebte in unmittelbarer Nachbarschaft in dem Dorf
Leinsweiler. 1909 erschien der erste großformatige Band der
„Pan-Presse“ in Berlin mit Max Slevogts Illustration des Romans
„Lederstrumpf“ von James Fennimor Cooper. Es war einer der Höhepunkte
im graphischen Schaffen Max Slevogts, nachdem er 1903 bereits „Ali
Baba“, 1907 „Achill“ und 1908 „Sindbad der Seefahrer“ illustriert
hatte. In Schloss Ludwigshöhe, der Sommerresidenz des bayrischen
Königs, befindet sich das Slevogt-Museum mit ca. 250 Gemälden und
Zeichnungen des Künstlers.
Zudem kann das Wohnhaus von Max Slevogt besichtigt werden, in dem er die Wände und Decken bemalt hat.
Die Beziehung Slevogts zu den Figuren Lederstrumpf und Chingachgook hat
Gernot Rumpf in dem 1987 von der Sparkasse Südliche Weinstraße in
Auftrag gegebenen Brunnen vor dem Kurpfalzsaal in Edenkoben
nachempfunden.
In Memoriam an den Waldläufer, Roman- und Filmhelden wurde eine 3- bis
4-stündige Lederstrumpftour konzipiert. Echt abenteuerlich mit Herrn
Lederstrumpf persönlich, mit Planwagen und Umtrunk, Livemusik und
Museumsbesuch.
Weitere Infos:
Südliche Weinstrasse, Büro für Tourismus, Poststr. 23, 67480 Edenkoben,
Tel. 06323-959222