Reinhold Frank wurde am 23. Juli 1896 in der hohenzollerischen Gemeinde Bachhaupten (Kreis Sigmaringen) geboren. Mit seiner Zwillingsschwester war er das jüngste von sieben Kindern einer katholischen Bauernfamilie. Er besuchte das erzbischöfliche Gymnasialkonvikt in Sigmaringen und meldete sich als Oberprimaner freiwillig zum Kriegsdienst.
Nach Beendigung des Krieges, in dem er dreimal schwer verwundet, aber auch wegen Tapferkeit ausgezeichnet und zum Feldwebel befördert worden war, entschied er sich für das Studium der Rechtswissenschaft, das er im Wintersemester 1918/19 an der Universität Freiburg aufnahm. 1923 beantragte er die Zulassung als Rechtsanwalt beim Landgericht Karlsruhe und trat im gleichen Jahr als Sozius in die Kanzlei des bekannten Karlsruher Rechtsanwaltes Dr. Franz Xaver Honold ein, den er durch seine Mitgliedschaft in der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Arminia kennen gelernt hatte.
Vor 1933 trat Reinhold Frank politisch nicht in Erscheinung. Erst infolge der Machtergreifung der Nationalsozialisten entschied er sich, der Zentrumspartei beizutreten. Rund zehn Monate wirkte er als Stadtverordneter im Karlsruher Bürgerausschuss, bis dieser von den Nationalsozialisten endgültig aufgelöst wurde. Während dieser Zeit sammelte er einen kleinen Kreis von Zentrumsmitgliedern um sich, die wie er aktive Katholiken waren und dem NS-Regime ablehnend gegenüber standen.
Das Honoldsche Haus in der Hoffstraße 2 entwickelte sich zu einem Treffpunkt Karlsruher NS-Gegner. Zugleich wurde die zuvor eher auf Wirtschaftssachen spezialisierte Kanzlei zu einem weithin bekannten Zentrum der Verteidigung politisch Verfolgter. So übernahm Frank beispielsweise 1934/35 das Mandat für drei Sozialdemokraten, die wegen illegaler Verbreitung von Flugblättern angeklagt wurden. Immer wieder hatte er Priester zu verteidigen, z.B. Pfarrvikar Maurath (St. Peter und Paul), der sich mehrerer Anzeigen zu erwehren hatte, oder Kaplan Schmitt (Chemnitz), dem vorgeworfen wurde, heimlicher Organisator einer katholischen Jugendgruppe in Bruchsal zu sein. Mehrmals verteidigte er Pfarrer Dold (St. Bonifatius), der als Gefängnisseelsorger intensiv für Gefangene eintrat und sich deshalb den Hass der Gestapo zuzog. Zu seinen Klienten gehörten auch Mitglieder der elsässischen Widerstandsbewegung, zu der er intensive Beziehungen unterhielt. Immer wieder führten ihn die Strafprozesse nach Berlin, wo er dem berüchtigten Vorsitzenden des Volksgerichtshofes, Roland Freisler, gegenüber stand.
Über seinen Freund Honold (1881-1939) lernte Frank den ehemaligen württembergischen Staatspräsidenten Eugen Bolz kennen, der ihn ab Februar 1943 in Kontakt mit dem früheren Leipziger Oberbürgermeister Carl Friedrich Goerdeler brachte, einem der führenden Köpfe der Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus. Den Verschwörern ging es darum, fähige Persönlichkeiten zu finden, die nach dem Sturz Hitlers auf Reichs- und Länderebene führende Funktionen übernehmen konnten. Goerdeler gelang es, Frank als politischen Unterbeauftragten für Baden zu gewinnen. In die genauen Pläne zum Staatsstreich gegen Hitler weihte man Frank nicht ein, um ihn nicht zu gefährden. Als jedoch nach dem missglückten Attentat Franks Name auf einer Liste mit Verbindungsoffizieren und politischen Beauftragten gefunden wurde, handelte die Gestapo sofort.
Am Tag des Bombenattentats war Frank in Berlin gewesen, um eine elsässische Schauspielerin vor dem Volksgerichtshof zu verteidigen. Schon tags darauf wurde er in seinem Karlsruher Haus in der Maxaustraße 13 verhaftet und nach Berlin gebracht. Obwohl er von der Vorbereitung und Durchführung des Attentats vom 20. Juli keine Kenntnis gehabt hatte und sich gegenüber Roland Freisler geschickt verteidigte, verurteilte ihn der Volksgerichtshof am 12. Januar 1945, seinem 13. Hochzeitstag, "wegen Hoch- und Landesverrats" zum Tode. Am 23. Januar 1945 wurde Frank, gemeinsam mit neun weiteren Verurteilten, darunter Eugen Bolz, im Gefängnis Plötzensee durch den Strang hingerichtet.
Die Straße, in der die Rechtsanwaltskammer Karlsruhe ihren Sitz hat, trägt seinen Namen. Die Forschungsstelle Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten ehrt ihn in Verbindung mit der Universität Karlsruhe, der Stadt Karlsruhe und dem Bundesarchiv alljährlich im unmittelbaren Umfeld des 20. Juli mit einer Gedächtnisvorlesung.
Ein Grab mit den sterblichen Überresten des hingerichteten gibt es nicht. Seine Asche wurde an einem unbekannten Ort verstreut.
Anlässlich des 100. Geburtstages von einhold Frank am 23. Juli 1996 enthüllte Oberbürgermeister Gerhard Seiler in Anwesenheit der Familie Frank sowie zahlreicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf dem Hauptfriedhof an der Rintheimer Mauer am Durchgang zu den Kriegsopfergräbern einen von Bildhauer Gerhard Karl Gruber gefertigten Granit-Gedenkstein mit der folgenden Inschrift:
"Aus christlichem Glauben
für Menschenwürde und Freiheit
Reinhold Frank
Geboren am 23. Juli 1896
Hingerichtet am 23. Januar 1945
In Berlin Plötzensee im Widerstand
Gegen nationalsozialistisches Unrecht."
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