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03.04.2008
Friedrich Schiller (1759 - 1805)



Die "Schillerroute" ist ein Radweg, der bedeutende Schillerstätten beider Städte verbindet. Diese Stätten laden dazu ein, ein Stück Geschichte beider Städte zu erfahren, da sie heute noch Zeugnis von der Zeit des deutschen Dichters Friedrich Schiller in der Kurpfalz ablegen:


Nach seiner Flucht aus Württemberg in die Kurpfalz im September 1782 verbrachte Friedrich Schiller (1759 – 1805) insgesamt knapp zwei Jahre seines Lebens in Mannheim (1782, 1783 – 1785). Für seine gesamte Entwicklung entscheidende Jahre.


Die spektakuläre Uraufführung seines ersten Schauspiels, "Die Räuber", am 13. Januar 1782 im Mannheimer Nati-onaltheater begründete seinen Ruhm als Dramenautor. In Schillers Mannheimer Zeit fallen weiterhin der vorläufige Abschluss des "Fiesko", die Vollendung von "Kabale und Liebe" und der Beginn seines "Don Karlos", den er in seiner Theaterzeitschrift "Rheinische Thalia" veröffentlichte, die erstmals im Februar 1785 in Mannheim erschien. Und im Juni 1784 lernte er in der Quadratestadt – wenn auch nur flüchtig - seine spätere Frau Charlotte von Lengefeld (1766 – 1826) kennen.


Vom 13. Oktober bis zum 30. November 1782 hielt sich Schiller in Oggersheim auf. Unter dem Pseudonym "Dr. Schmidt" nahm er zusammen mit seinem Freund Andreas Streicher ein Zimmer im Gasthaus "Zum Viehhof".  Dort schrieb er den "Fiesko" für die Mannheimer Bühne um und beschäftigte sich mit ersten Entwürfen zu seinem bürgerlichen Trauerspiel "Luise Millerin", das später den zugkräftigeren Titel "Kabale und Liebe" erhielt. Außer mit der Wirtsfamilie Schick hatte er nur mit dem Oggersheimer Kaufmann und Philanthropen Jakob Derein Kontakt. 


Mehrfach unternahm er den Fußweg über die Oggersheimer Allee nach Mannheim, um mit dem Intendanten Dalberg und dem Regisseur Meyer über seine Zukunft am Nationaltheater zu sprechen, wobei das Ergebnis für ihn enttäuschend blieb. Am 30. November reiste er nach Bauerbach in Thüringen ab, kehrte aber im folgenden Jahr zu einem kurzen Aufenthalt bei der Familie Schick nach Oggersheim zurück.


Markierung und Info-Stelen

Entlang des Radweges weist eine eigene Beschilderung den Weg: Auf den Schildern befindet sich ein eigens für die Route entwickeltes Schiller-Symbol, so dass diese Beschilderung gut zu erkennen ist. An den jeweiligen Stationen sind Info-Stelen aufgestellt, auf denen weitere Informationen über die Historie und deren Bezug zu Friedrich Schiller gegeben werden. Weiterhin liegen ab dem 10. Mai 2007 bei den Stadtverwaltungen von Mannheim und Ludwigshafen sowie den entsprechenden Touristikbüros Faltblätter zur Schillerroute aus.

 

Die Schillerroute im Überblick (pdf-Dokument, 573 KB)









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