30.05.2006
B-14-Überdeckelung in Stuttgart frei gegeben - Zusätzliche Grünfläche von rund 2.000 Quadratmetern
Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster hat am Mittwoch die neue
Überdeckelung der Bundesstraße 14 für Fußgänger und Radfahrer frei
gegeben. Kulturmeile, Akademiegarten und Innenstadt rücken damit näher
zusammen. Die viel befahrene Bundesstraße, die durch die Stuttgarter
City führt, soll ihre trennende Wirkung verlieren.
Nach viereinhalb Monaten Bauzeit soll die Überdeckelung am 7. Juni
rechtzeitig vor WM-Anpfiff komplett fertig gestellt sein. Bis dahin
werden nach Angaben der Stadt auch die behindertengerechte Rampe vor
dem Staatsarchiv und die restlichen Begrünungsarbeiten abgeschlossen.
«Dieser erste Deckel ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur
Untertunnelung der B 14 im Bereich von Stuttgarts wichtigen
Kultureinrichtungen wie der Staatsoper, dem Haus der Geschichte und der
Staatsgalerie», sagte Schuster.
Der Stuttgarter Architekt und Bauingenieur Werner Sobek hatte das
Konzept der Teil-Überdeckelung entwickelt. Dazu gehört der Neubau einer
rund 80 Meter langen stützenfreien und vollständig begrünten
Überdeckelung der B 14, die Errichtung eines neuen behindertengerechten
Fußgängerüberwegs über die Konrad-Adenauer-Straße sowie der Abbruch des
Wilhelm-Hoffmann-Stegs.
Die Konstruktion des Deckels besteht aus Spannbetonfertigteilträgern
mit einer Spannweite von 23 Metern und einem Gewicht von rund 70
Tonnen. Über den Deckel führt ein acht Meter breiter Fußgängerüberweg.
Die Stadt gewinnt damit eine zusätzliche Grünfläche von rund 2.000
Quadratmetern. Die Kosten für den Bau des Deckels belaufen sich
einschließlich des Abrisses des Wilhelm-Hoffmann-Stegs auf 4,9
Millionen Euro.