12.11.2006
Barockstadt Schwetzingen hofft auf Status als Weltkulturerbe
Die Barockstadt Schwetzingen hofft auf den Status als Weltkulturerbe. «Das Schwetzinger Ensemble aus Garten, Schloss und umgebender Stadt ist einzigartig und hat wahrhaft universelle Bedeutung», sagte der baden-württembergische Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU) am Sonntag anlässlich der Unterzeichnung des UNESCO-Welterbeantrags.
Der Antrag soll Ende Januar 2007 offiziell beim Welterbezentrum in Paris eingereicht werden. Ob die nordbadische Stadt in die Liste der UNESCO - der Kulturorganisation der Vereinten Nationen - aufgenommen wird, dürfte sich frühestens im Sommer 2009 entscheiden. Nach dem Willen von Stadt und Land soll neben dem Schloss und seiner weitläufigen Gartenanlage auch die historische Umgebung - unter anderem der zur Innenstadt gehörende Schlossplatz - als Weltkulturerbe anerkannt werden.
Die Unterzeichnung sei «ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur Anerkennung der Sommerresidenz als einzigartiges Denkmal eines barocken Schlossgartens», betonte Stratthaus. Zuvor war bereits unter anderem ein so genannter Managementplan aufgestellt worden, der die Erhaltung und Pflege der kulturellen Werte sichern soll.
In die UNESCO-Liste werden Kulturgüter aufgenommen, die in ihrer Art einzigartig sind und für die Menschheit einen außergewöhnlichen Wert haben. In Baden-Württemberg sind bereits das Kloster Maulbronn, die Bodenseeinsel Reichenau und der obergermanische Limes als Weltkulturerbe anerkannt. Heidelberg war im vergangenen Jahr mit einem Antrag gescheitert. Die Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt erstellt die UNESCO seit 1972.