09.04.2006
Besuchermagnet Königsbau-Passage eröffnet am 20. April 2006
Die größte Baustelle der Stuttgarter Innenstadt versteckt sich seit
August 2003 hinter dem Königsbau am Schlossplatz. Am 20. April soll
hier mit den Königsbau-Passagen ein neuer Anziehungspunkt auf der
Königstraße eröffnet werden. «Wir wollen ein lebendiger Mittelpunkt und
Treffpunkt in Stuttgart sein», sagt Center-Manager Nikolas Simmich.
Das fünfstöckige Einkaufscenter bietet auf 25.000 Quadratmetern einen
Branchenmix aus Einzelhandel, Gastronomie und Einrichtungsdesign.
Büroflächen mit Blick auf den Schlossplatz werden auf weiteren 18.000
Quadratmetern vermietet. Die Tiefgarage umfasst 420 Stellplätze. Eine
Konkurrenz gegenüber dem Handel in der Innenstadt sieht Simmich nicht.
«Es ist eine sinnvolle Ergänzung zu dem, was schon da ist.»
Neben bekannten Bekleidungsmarken wie Mexx und Esprit dienen vor allem
die großflächigen Geschäfte «Saturn» und «stilwerk» als
Besuchermagnete. Der Unterhaltungselektronikanbieter eröffnet nach
Angaben des Center-Manager mit 10.000 Quadratmetern Fläche sein
drittgrößtes Geschäft nach Hamburg und München. «stilwerk» ist ein
Themencenter für gehobene Einrichtung, Design und Lifestyle auf 9.000
Quadratmetern.
Der Bau kostet insgesamt 180 Millionen Euro und wurde von der Seleno
GmbH finanziert, einem Gemeinschaftsunternehmen der HSH N Real Estate
AG und der stilwerk AG. Mit den Architekten Sebastian Jehle und Rainer
Hascher konnten sich Stuttgarter Größen im Wettbewerb um den Entwurf
des Projekts durchsetzen. Sie sind mit den Rahmenbedingungen des
Platzes vertraut, schließlich haben sie bereits das neue Kunstmuseum in
unmittelbarer Nachbarschaft entworfen.
«Die Idee für die Einkaufspassage war es, das tote Postarreal wieder
lebendig zu machen», sagt Hascher. «Das neue Gebäude nimmt sich dabei
bewusst hinter dem Königsbau zurück, ohne Accessoires und Firlefanz».
Der denkmalgeschützte klassizistische Altbau soll das Bild des Platzes
weiterhin bestimmen.
Im Tagesschnitt werden rund 25.000 Besucher erwartet. «Ich bin mir
sicher, dass wir diese Frequenz erreichen werden und nach oben ist noch
viel Luft», sagt Simmich.