13.06.2006
Studie: WM-Euphorie in Deutschland ist ungebrochen hoch
Kurz vor Beginn der Fußball-WM ist die Weltmeisterschafts-Euphorie in
Deutschland ungebrochen hoch. Nach einer Studie der Universität
Hohenheim befürworten weiter 82 Prozent der Deutschen die Titelkämpfe.
"Die Zahl der WM-Gegner ist noch einmal auf sechs Prozent gesunken",
sagte der Initiator der Langzeitstudie, Professor Markus Voeth. Dabei
ist die Euphorie flächendeckend: In den WM-Spielstädten beträgt sie
83,8 Prozent, in anderen Kommunen 81,6 Prozent.
Die Partylaune in den Großstädten - für die Studie wurden 1780 Menschen
in den 50 größten deutschen Städten sowie in Kaiserslautern als
einziger WM-Stadt unter 100 000 Einwohnern befragt - geht einher mit
einem hohen Sicherheitsgefühl. "In allen Städten wird die Gefahr von
Ausschreitungen nur mittelmäßig eingeschätzt", sagte Voeth. Das
Vertrauen in die Sicherheitskräfte sei überdurchschnittlich hoch; auf
einer Skala von 1 (sehr schlecht) bis 6 (sehr gut) habe sich eine Note
von 4,2 ergeben. "Große Ängste zeichnen die Deutschen nicht aus."
Nach Angaben Voeths äußert sich die WM-Euphorie nicht in der
Bereitschaft, viel Geld für Eintrittskarten auszugeben. Wären Tickets
über den Schwarzmarkt zu beziehen, so würde die durchschnittliche
Zahlungsbereitschaft für Karten der niedrigsten Kategorie je nach Stadt
mit 62 bis 88 Euro nur selten über dem doppelten des Originalpreises
liegen.
In einer Langzeitstudie misst die Universität Hohenheim seit 2001 die
Begeisterung, Präferenzen und Vorstellungen der Bevölkerung für die WM
2006.