13.02.2006
Digitales Antennenfernsehen startet zur WM im Land - Bis Ende 2008 soll der Umstieg landesweit abgeschlossen sein
Rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft startet in Baden-Württemberg
das digitale Antennenfernsehen in den Großräumen Stuttgart, Mannheim
und Heidelberg. Gleichzeitig wird auch in Kaiserslautern und
Ludwigshafen mit der schrittweisen Einführung des digitalen Fernsehens
über Hausantenne begonnen.
Wie der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation, Thomas
Langheinrich, am Montag in Stuttgart weiter erklärte, sind zum Empfang
des digitalen Antennenfernsehens eine Box für rund 60 Euro sowie eine
Zimmerantenne für rund zehn Euro notwendig. Etwa drei bis fünf Prozent
der Haushalte im Land empfangen heute noch Fernsehen über die
Hausantenne.
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz liegen bei der Einführung des
Antennenfernsehens in den Bundesländern hinten. Nur noch das Saarland
hat kein digitales Antennenfernsehen. Durch die Umstellung vom analogen
auf das digitale Antennenfernsehen können die Zuschauer in den
Ballungsräumen künftig rund elf statt bisher drei öffentlich-rechtliche
Programme empfangen. Künftig werden in Baden-Württemberg dann über
digitales Antennenfernsehen das Erste, ZDF, Südwest Fernsehen,
hr-fernsehen, Bayerisches Fernsehen, WDR Fernsehen, arte, Phoenix,
EinsPlus sowie ZDFinfokanal/3sat zu empfangen sein.
Die privaten Programmanbieter haben sich nach den Worten von
Langheinrich nicht an der Umrüstung in Baden-Württemberg und
Rheinland-Pfalz beteiligt. Bis Ende 2008 soll der Umstieg landesweit
abgeschlossen sein. Der Umstieg auf digitalen Empfang auch bei der
Terrestrik (Antennenempfang) beschleunige die Digitalisierung insgesamt
und schaffe somit mehr Vielfalt durch mehr Programme und Anbieter. «Wir
erwarten hier eine große Dynamik, gerade auch im Bereich der mobilen
Anwendungen», sagte Langheinrich weiter. Damit werde die örtlich
unabhängige Fernsehnutzung wesentlich beschleunigt.