Ein junger Mann (Ryan Gosling) tröstet sich über seine Einsamkeit hinweg, indem er eine Gummipuppe zur Lebensabschnittsgefährtin macht.
Das klingt nach einem weiteren geistigen Tiefflieger - vom Regisseur von "Mr. Woodcock". Stattdessen entwickelt sich jedoch eine warmherzige, sensible Komödie, die konsequent der Versuchung widersteht, billige Witze zu reißen.
Das liegt nicht zuletzt an der exzellenten Besetzung. Ryan Gosling spielt den Außenseiter Lars, der sich nach dem Tod der Eltern in der brüderlichen Garage abgesondert hat, mit einer herzzerreißenden Intensität. Und Emily Mortimer bildet als fürsorgliche Schwägerin, die Lars aus seinem Kokon herausholen will, einen imposanten Gegenpol.
Doch all das würde nichts helfen, wenn das Drehbuch Lars' Ängste und Gefühle nicht ernst nehmen würde. Wie der gesamte Ort aus Zuneigung zu Lars seinen verletzten Seelenzustand akzeptiert und die imaginäre Freundin Bianca in die Dorfgemeinschaft integriert, gehört zu den magischsten Kinomomenten der letzten Jahre. Wer so einen heiklen Balanceakt wie Regisseur Craig Gillespie aufführt, kann leicht auf die Nase fallen. Doch wenn man ihn ohne Fehltritt zustande bringt, zahlt sich das Risiko doppelt und dreifach aus.