 |
 |
 |
 |
 |
Artikelsuche:
Adressensuche:
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
08.06.2005
Handeln für das Klima
Die Bundesregierung betrachtet die weltweiten Umweltveränderungen und
den Klimawandel als eine der größten Herausforderungen. Mit Maßnahmen
auf internationaler und nationaler Ebene versucht sie Ursachen und
Auswirkungen zu stoppen. Die Umweltbehörde der Vereinten Nationen,
UNEP, hat aus Anlass des gestrigen Internationalen Umwelttages einen
Foto-Atlas herausgebracht, der weltweite Umweltveränderungen
dokumentiert.
Die Satellitenaufnahmen dokumentieren unter anderem die fortschreitende
Zersiedlung von Natur in Spanien oder die Rodung von Wäldern
und die Verdorrung von Landstrichen im Iran. Eingriffe wie diese
beeinträchtigen den Wasserhaushalt und tragen zum Klimawandel bei.
Die Bundesregierung sieht die globalen Veränderungen - insbesondere des
Klimas -als eine der größten Herausforderungen der Menschheit an.
Zusammen mit Partnerstaaten und im Gefüge der internationalen
Organisationen EU und UNO hat sie Strategien und Maßnahmenpakte zur
Bekämpfung von Umweltzerstörung entwickelt. Dabei wird ein
ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Es gilt, die sozialen,
wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Strukturen gleichzeitig
weiterzuentwickeln.
1. Klimawandel stoppen
Hamunsee im Iran 1976
Mit dem Schwinden der Wälder gehen nicht nur wichtige wirtschaftliche
Potentiale und Erholungsräume verloren. Auch die Fähigkeit der Erde,
das Klimagift Kohlendioxid zu resorbieren, nimmt ab. Nach Angaben des
Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung sind die weltweiten
energiebedingten CO2-Emissionen vorläufigen Schätzungen zufolge im
Zeitraum 1990 bis 2003 um über 19 Prozent gestiegen. Dagegen
konnten die Staaten, die das Kyoto-Protokoll gezeichnet haben, ihre
gesamten Treibhausgasemissionen im Zeitraum 1990 bis 2002 um rund
6 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990/95 reduzieren.
Mit dem Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls am 16. Februar 2005
gelang ein Durchbruch für den internationalen Klimaschutz. Dies war
auch ein Erfolg der deutschen Umweltpolitik - die Bundesregierung hat
sich mit Nachdruck für die entscheidende Ratifikation durch Russland
eingesetzt. Mit dem von 150 Staaten getragenen Kyoto-Protokoll gibt es
erstmals eine völkerrechtlich verbindliche Begrenzung des Ausstoßes von
Treibhausgasen und entsprechende Verpflichtungen für eine Reihe von
Industrieländern.
Die Bundesregierung hält - im Einklang mit den Empfehlungen des
Generalsekretärs der Vereinten Nationen - eine Weiterentwicklung der
Kyoto-Ziele und Aktionsfelder über 2012 hinaus für erforderlich. Sie
schlägt der EU in diesem Zusammenhang ein Reduktionsziel von
30 Prozent bis zum Jahr 2020 gegenüber dem Basisjahr 1990 vor und
erklärt sich unter dieser Voraussetzung zu einem Beitrag von minus
40 Prozent bereit. Dabei ist zu prüfen, ob der bislang nicht
erfasste grenzüberschreitende Flug- und Schiffsverkehrs einbezogen
wird, ohne Wettbewerbsverzerrungen herbeizuführen.
2. Den Wandel in der Energiepolitik herbeiführen
Globaler Klimaschutz steht und fällt mit der globalen Energiepolitik.
Durch menschliches Handeln verursachte Treibhausgase sind zum großen
Teil eine Folge der energetischen Nutzung fossiler Brennstoffe. Die
Internationale Energieagentur erwartet bis 2030 einen um 60 Prozent
höheren Energiebedarf, sofern sich an der heutigen Energiepolitik
nichts ändert. Die Schwellen- und Entwicklungsländer setzen aber bei
ihrer industriellen Entwicklung noch in hohem Maße auf fossile
Energieträger und veraltete Technologien. Dies führt dazu, dass
annähernd 70 Prozent des weltweiten Anstiegs an CO2-Emissionen bis
2030 in diesen Ländern erwartet werden.
Der weltweite Ausbau von erneuerbaren Energien wie Wasser-, Wind- und
Solarkraft, aber auch Biomasse und Geothermie bietet neben
Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen eine weitere Option, um
den Ausstoß von Treibhausgasen zu vermindern. Darüber hinaus trägt die
Nutzung erneuerbarer Energien zur Diversifizierung der Energiebezüge
bei und erhöht damit die Versorgungssicherheit. Mit der internationalen
Konferenz "renewables 2004" in Bonn und dem dort beschlossenen
Aktionsprogramm hat die Bundesregierung dem weltweiten Ausbau der
erneuerbaren Energien einen starken Anschub gegeben.
3. Eine starke Umweltorganisation schaffen
Das Jahr 2005 ist ein Schlüsseljahr für die internationale nachhaltige
Entwicklung. Bei der 60. UNO-Generalversammlung im September 2005
werden die Staats- und Regierungschefs Fortschritte und weiteren
Handlungsbedarf zur Erreichung der globalen Entwicklungsziele
feststellen. Wichtige Reformen zur Stärkung der UNO stehen an. Die
Bundesregierung will dabei auch die Politik für nachhaltige Entwicklung
stärker institutionell verankern. Gemeinsam mit ihren EU-Partnern setzt
sie sich daher für die Aufwertung von UNEP zu einer vollwertigen
UN-Umweltorganisation (UNEO) mit Sitz in Nairobi ein.
4. Zu Hause mit gutem Beispiel vorangehen
Den eigenen Ausstoß von C02 mindern
Die in Deutschland getroffenen Maßnahmen, um das Klima zu schützen,
greifen. Bis zum Jahr 2003 konnten die Treibhausgasemissionen um
18,5 Prozent im Vergleich zu den Emissionen im Jahr 1990
verringert werden. Mit dem EU-weiten Handel mit CO2-Zertifikaten, der
am 01.01.2005 begonnen hat, haben sich die Rahmenbedingungen für den
Klimaschutz auch in Deutschland grundlegend geändert.
Rund 1.849 Anlagen der Industrie und Energiewirtschaft, die circa
58 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland verursachen, nehmen
am Emissionshandel teil. Sie haben 2004 ihre Emissionsberechtigungen
für 2005 bis 2007 erhalten und werden damit ihre
CO2-Minderungsverpflichtungen erfüllen. Die Bundesregierung hat die
Anreize dabei so gesetzt, dass Emissionsminderungen durch Investitionen
in modernste Technik kosteneffizient erreicht werden.
Energieeffizienz erhöhen
Die Politik der Bundesregierung zur Stärkung der Energieeffizienz setzt
sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite an. Ein
wichtiges Instrument auf der Angebotsseite ist die Vereinbarung
zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der deutschen Wirtschaft
zur Minderung der CO2-Emissionen und der Förderung der
Kraft-Wärme-Kopplung in Ergänzung der Klimavereinbarung vom 9.11.2000.
Sie wird durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz flankiert. Ein weiterer
Schwerpunkt ist der effizientere Einsatz von Kohle und Gas in der
Stromerzeugung.
Auch auf der Nachfrageseite wurden in den letzten Jahren
insbesondere beim energiesparenden Bauen große Fortschritte erzielt.
Das belegen die Erfolge, die in den letzten Jahren bei der Reduktion
des Wärmebedarfs im Gebäudebereich gelangen. So hat sich etwa der
spezifische Heizölenergieverbrauch in zentral beheizten Mietwohnungen
seit 1970 von ursprünglich über 400 kWh/m2 und Jahr bis Ende der 90er
Jahre auf Werte um 200 kWh/m2 und Jahr halbiert. Heute liegt er bei
etwa 170 kWh/m2. Die Energieeinsparverordnung, die Bereitstellung von
Fördermitteln für Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudebestand
(KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm) sowie verbindliche Energieausweise
für den Gebäudebestand bei Verkauf oder Vermietung (mit
Modernisierungsempfehlungen) helfen, Energieeinsparpotenzial zu nutzen.
Die erneuerbaren Energien nutzen
Die Nutzung erneuerbarer Energien hat sich in den letzten Jahren
positiv entwickelt. Der Anteil dieser Energieformen am
Bruttostromverbrauch erhöhte sich von rund 8 Prozent im Jahre 2003
auf 9,3 Prozent 2004. Der Beitrag zur Kraftstoffversorgung stieg
von rund 1,2 auf 1,6 Prozent und im Wärmemarkt wurden rund
4,2 Prozent erreicht. Im Stromsektor ist der steigende Anteil
erneuerbarer Energien maßgeblich auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz
(EEG) zurückzuführen.
Im Wärmemarkt wirkt das Marktanreizprogramm für die Förderung
erneuerbarer Energien als Antriebsmotor für ihre vermehrte Nutzung.
Insgesamt wurden über das Programm seit seinem Start bis Ende 2004
Investitionen von rund 3,3 Milliarden Euro umgesetzt. Ziel der
Bundesregierung ist es, im Wärmemarkt bis 2010 einen Anteil der
Erneuerbaren Energien von mindestens 10 Prozent zu erreichen.
Kontext
>> Das Kyoto-Protokoll
>> UN-Umweltprogramm UNEP
>> Globale Energiewende kommt voran
Startseite -
Archiv -
Top-Tipps -
Wir über uns -
Artikel veröffentlichen -
Werbung -
Newsletter -
Hotels -
Tickets -
Routenplaner -
Adressen-Suche -
Suchhilfe Artikel -
Suchhilfe Adressen -
Aktuelle Artikel -
Impressum
Die 20 aktuellsten Artikel bei click2day:
Profiboxen Europatitelkampf - November 2008 - Karlsruhe
Prinz - S - Szene Café - Karlsruhe
Whisky Seminar „Malt“ mit Probe und Buffet - Forum Culinaire - Kochschule Offenburg
Presseschau - Deutschland
Brugger & Schüle - Heilpraktiker - Karlsruhe
Tanz als Gebet - Workshop - November 2008 - Kloster Neusatz - Bühl
Lust auf Genuss 2008 - Internationale Genuss-Messe - Stuttgart
Deutscher Multimedia Kongress 2008 - Stuttgart
24. Internationales Reitturnier - German Masters - Stuttgart
Arktische Kaltluft auf dem Vormarsch - erster ernsthafter Wintereinbruch immer wahrscheinlicher
Mineralien-, Fossilien-, Schmucktage - November 2008 - Ettlingen
Linke- Politiker lässt wikipedia.de sperren
Konzert "Orgel plus... Trompete!"
Gottselig entschlafen und prunkvoll begraben - Schloss Weikersheim
TV Tipps am Wochenende
Olympia Apotheke am Kolpingplatz - Karlsruhe
ZKM - November 2008 - Karlsruhe
Landhaus Ettenbühl - Bad Bellingen
Schlemmer-Brunch - Beim Schupi - d'Badisch Bühn
Musik-Quiz - Beim Schupi - Karlsruhe
|
|

VHS Wissembourg
Grenzüberschreitende Kurse und Exkursionen
Deutschlandfunk
SWR 2 Eckpunkt
SWR 2 Forum
SWR 2 Wissen
SWR Hörspiele


Ausstellungen
Buchvorstellungen
Burg + Schloss
Denkmäler
Geschichte - Adel
Geschichte
Geschichten
Kirche + Kloster
Künstler
Messen
Museen
Sagen + Legenden
Orte
Personen
Presseschau
Skulpturen
Wissen
Zitate
Werbemöglichkeiten:
BASIC (kostenlos)
BASIC XL
PROFI
PREMIUM
PREMIUM PLUS
pdf-Formular
Firmen-Eintrag
Bannerwerbung
Newsletter bestellen

|