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03.12.2002
Heidelberg mit dem Climate Star 2002 ausgezeichnet



Zum ersten Mal verlieh das Internationale Klimabündnis / Alianza del Clima e. V. einen Preis für Kommunen, die „hervorragende
Klimaschutzprojekte, eingebunden in umfassende Aktionen“ initiiert haben, wie es Geschäftsführerin Gutelind Alber auf den Punkt bringt. Für die Stadt Heidelberg nahm jetzt Bürgermeister Dr. Eckart Würzner die Auszeichnung „Climate Star 2002“ bei der festlichen Verleihung im österreichischen St. Pölten entgegen.


Heidelberg wurde neben Hannover als einzige deutsche Stadt für sein umfassendes Klimaschutzmanagement und sein Engagement
im Bereich der Förderung der erneuerbaren Energien ausgezeichnet.

Die Jury berücksichtigte dabei besonders, dass Heidelberg seit
dem letzten Jahr alle städtischen Kindergärten und Schulen zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern (Wasser,
Wind und Biomasse) versorgt, was in etwa ein Viertel des gesamten Strombezugs der städtischen Liegenschaften ausmacht und
damit über 4.400 Tonnen Kohlendioxid einspart.

Durch den Öko-Strombezug (Energreen), den die Stadt über die Stadtwerke Heidelberg AG bezieht, ist Heidelberg derzeit bundesweit der größte Öko-Stromabnehmer. „Die Hochwasserkatastrophen des letzten Sommers in Europa führten uns deutlich vor Augen: Der Schutz des Weltklimas ist eine lebenswichtige Zukunftsinvestition. Der
Climate Star ist für mich ein Beleg dafür, dass wir auf dem richtigen Wege sind“, so Oberbürgermeisterin Beate Weber.

Insgesamt bewarben sich 141 Städte aus 13 europäischen Ländern um diesen Preis. 19 Städte und Gemeinden wurden in drei Städtegruppen (unter 10.000 Einwohner, 10.000 bis 99.000 Einwohner und ab 100.000 Einwohner) ausgezeichnet. In der Kategorie der Städte über 100.000 Einwohner erhielt beispielsweise Barcelona eine Auszeichnung für die besonderen Bemühungen der Stadt im Bereich der Förderung erneuerbarer Energien. Ziel der spanischen Großstadt ist es, den Energiebedarf in den nächsten Jahren zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken.

Die italienische Stadt Modena etwa wurde für ihr effizientes Energiemanagement geehrt, durch das bereits 26 Prozent des gesamten Erdgasbezuges reduziert werden konnten. Unter den preisgekrönten Städten befand sich auch die Stadt Graz, die bereits Biodiesel aus Altspeiseöl in 56 der stadteigenen Busse zum Einsatz gebracht hat, werden konnten.

Umweltbürgermeister Dr. Würzner bedankte sich im Rahmen der Verleihung bei all den langjährigen Partnern aus Wirtschaft,
Wissenschaft und den Umweltverbänden, bei den Schulen, dem Heidelberger Gemeinderat, aber natürlich auch bei den vielen
Akteuren innerhalb der Stadtverwaltung, an ihrer Spitze das Umweltamt: „Ohne diese enge Kooperation hätten wir nicht bereits
so weitreichende Erfolge erzielen können! Ihnen allen gebührt der Award, der gleichzeitig auch als Ansporn zu sehen ist.“

Pressemitteilung - 28. November 2002

Für ihre vorbildlichen Klimaschutzaktivitäten sind heute im niederösterreichischen St.Pölten 19 Städte, Gemeinden und Regionen mit dem Climate Star 2002 geehrt worden. Insgesamt sind 141 Bewerbungen aus 13 europäischen Ländern für die erste europäische Auszeichnung für kommunale Klimaschutzaktivitäten bei der europäischen Geschäftsstelle des Klima-Bündnis eingegangen. Eine hochkarätige internationale Expertenjury wählte die Sieger-Projekte an Hand der Kriterien Wirksamkeit, Innovationsgrad, Übertragbarkeit und Veringerung der Treibhausgas-Emissionen aus.

Die für den Climate Star 2002 eingereichten Klimaschutzprojekte umfassen die Bereiche Energie, Verkehr, Landnutzung und Nord-Süd-Zusammenarbeit. Besonders stark vertreten ist der Energiebereich mit 65 Projekten; davon können 37 Projekte dem Bereich erneuerbare Energien zugeordnet werden. Das zweite wichtige kommunale Handlungsfeld - Mobilität, Stadtentwicklung und Landnutzung - ist mit insgesamt 25 Projekten vertreten. Es zeigt sich, dass Städte und Gemeinden ihre Planungskompetenz im Verkehrsbereich aktiv für Klimaschutz und nachhaltige Stadtplanung nutzen.

In der Kategorie der Gemeinden bis 10.000 Einwohner sind die Climate Stars vergeben worden an:
Bad Hofgastein/Werfenweng (A), Gornji Grad (SLO), Greussenheim (D), Kirchberg an der Pielach (A), Langenegg (A), Zwischenwasser (A).

In der nächsten Kategorie bis 100.000 Einwohner sind die Auszeichungen vergeben worden an:
Kristianstad (S), Landbezirk Rybnik (P), Herrenberg (D), Norderstedt (D), Ostfildern (D).

In der Kategorie über 100.000 Einwohner sind die folgenden Städte mit dem Climate Star ausgezeichnet worden:
Barcelona (E), Graz (A), Hannover (D), Heidelberg (D), Linköping (S), Modena (I), Thessaloniki (GR) sowie die dänischen Dogma 2000 Städte (Albertslund, Ballerup, Fredericia, Herning, Kopenhagen).

Klimawandel und Klimaschutz werden in diesem Jahrhundert dominierende Themen sein. Wenn das Kyoto-Protokoll zur Klimarahmenkonvention in Kraft getreten ist, wird Klimaschutz zur Pflichtaufgabe werden, und dies wird alle Ebenen der Politik betreffen. "Klimaschutz funktioniert aber nur, wenn die Menschen in den Städten und Dörfern mit anpacken" betonte der Landesrat von Niederösterreich, Mag. Wolfgang Sobotka, anläßlich der Preisverleihung. "Wenn sie mit Engagement individuelle Wege für ihre Gemeinde suchen, die Umwelt zu entlasten, wenn sie sich mutig für große Projekte engagieren und neue Ideen entwickeln."

Viele Städte und Gemeinden spielen im Klimaschutz bereits eine wichtige Vorreiterrolle, insbesondere die über 1000 Mitgliedskommunen im Klima-Bündnis. "Mit dem Climate Star will das Klima-Bündnis die Qualität des kommunalen Klimaschutz sichern und zu verstärktem Engagement aufrufen", erklärte Dipl.-Phys. Gotelind Alber, Geschäftsführerin der Europäischen Geschäftsstelle des Klima-Bündnis.





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