Die, die am wenigsten dafür können, müssen es als erste ausbaden. Durch die steigenden Jahresdurchschnittstemperaturen vermehrt sich des Haushundes größter Feind rasant - die Zecke. Zudem werden in Deutschland immer häufiger
Zeckenarten angetroffen, die bis dato hier nicht heimisch waren. Das Üble daran: Diese neuen Zeckenarten übertragen auch neue Krankheiten, wie z.B. die gefährliche Hundemalaria auch Babesiose genannt.
Eine in 1.300 Tierarztpraxen durchgeführte Befragung ergab, dass
834 Hunde in 2005 und den ersten 9 Monaten in 2006 an der extrem
gefährlichen Hundemalaria erkrankten, ohne dass die Tiere jemals im
Ausland waren und sich dort hätten infizieren können. Sie müssen sich
also in Deutschland durch die neue Zeckenart angesteckt haben. Von
den erkrankten Hunden starb jeder Zehnte. Auf alle Tierarztpraxen
hochgerechnet plus die Fälle, die gar keinem Veterinär vorgestellt
werden, ergibt sich eine wahrscheinliche Infektionsrate von
3.000-4.000 Tieren.
Blasse Schleimhäute, braunes Urin, Schlappheit und Fressunlust
können Symptome einer Hundemalariaerkrankung sein. Sie ist nicht auf
den Menschen übertragbar, aber das Tier muss schnellst möglich
behandelt werden, um bessere Überlebenschancen zu haben. Die
wirksamste Prophylaxe, ist der Schutz vor Zecken. Speziell im
Frühjahr und im Herbst sollten Tierhalter Hunde und Katzen mit
Freigang mit so genannten Spot-on-Präparaten behandeln. Dabei wird
eine zweifach wirksame Flüssigkeit ins Fell geträufelt. Sie vertreibt
zum einen die Zecken schon vor dem Biss. Sollte sie sich doch
festsetzen, stirbt der Lästling ab. Die Wirkung hält in der Regel 4
Wochen an.
Durch diese Maßnahme schützt der Hundehalter auch sich selbst und
seine Familie vor den Parasiten. Wenn Zecken sich nicht auf dem Hund
festsetzen, können sie auch nicht über ihn ins Haus gelangen. Der
Mensch kann zwar nicht an Hundemalaria erkranken, dafür drohen ihm
die Borreliose- und die gefährliche FSME-Infektion.
Die Tierschutzorganisation aktion tier - menschen für tiere e.V.
ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der
größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
Quelle: ots.de
Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher
Veterinärin bei aktion tier
Tel.: 089-89146676,
Mobil: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).
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