07.01.2007
Schellau und Hexenverbrennung in Schellbronn bei Pforzheim
20. + 21.02.2007
Zum Sonnenuntergang wird die traditionelle und berühmte
Hexenverbrennung vollzogen. Die Narren treffen sich am Aschermittwoch
Dorfbrunnen zur "Geldbeutelwäsche", in der Hoffnung, dass die
Geldbeutel sich wieder füllen mögen. Anschliessend wird zum
traditionellen Fischessen im Gasthof Hirsch geladen.
Fastnachtsdientag
18.33 Uhr: Hexenverbrennung
Fastnachtsmittwoch
11.11 Uhr: Kehraus
11.33 Uhr: Geldbeutelwäsche am Dorfbrunnen
mit anschliessendem traditionellem Fischessen
im Gasthof "Hirsch".
Im Januar 1989 hatte Bettina Schneider die Idee: Hexen müssen her,
Schellbronn hatte noch nie richtige Hexen. Sie fragte einige
Gardemädchen, wer Lust hätte an einem Maskenball als Hexe zu gehen. Das
Kostüm zahlte jeder selbst.
Es entstanden die Grundzüge des heutigen Häs der Schellehexen. Dieses
bestand aus einem schwarzen Rock, einem schwarzen Oberteil, einer roten
Schürze, sowie einem roten Kopftuch und einer handbemalten schwarzen
Plastikmaske.
Aus dieser Gruppe entstanden 1989/90 die ersten Schellehexen mit
inzwischen 9 Leuten. Nun wurde auch das Häs erweitert: Der Schriftzug
"Schellehex" auf dem Kopftuch kam hinzu, ebenso die Schellen am
Kopftuch, der Schürze und den Beinen, und die schwarze Katze auf der
Schürze. Der 1. Hexentanz wurde einstudiert.
In der Kampagne 1990/91 war es soweit, die Schellehexen sollten
eine offizielle Gruppe des Narrenbundes Schellau Schellbronn werden. Im
Januar 1991 kamen die Holzmasken. Die Holzmasken sind alle
schwarz, durch die relativ kleinen Augen muß der Maskenträger den Kopf
bewegen, um sein Umfeld wahrzunehmen. Dies verleiht der Maske die
unbändige Lebendigkeit, haucht ihr Leben ein.
Die Hexenverbrennung wurde 1994 erstmals von den Hexen organisiert und
durchgeführt. Die Hexenverbrennung hat nichts mit der Verfolgung
von Frauen zu tun - nichts mit der Inquisition! Vielmehr bedeutet die
Hexenverbrennung das symbolische Ende des Winters.
Die Idee, einen Narrenbaum zu stellen kam aus den Reihen der Hexen. So
wurde am „Schmotzigen Dunschdich“ 1995 nicht nur der erste
Narrenbaum vom Schellau gestellt, sondern auch der einzige im Enzkreis.
Auch das Schellbronner Hästreffen war eine Idee der Hexen und
wurde gemeinsam mit dem Schellau umgesetzt und ein voller Erfolg.
1999 wurde dann die Hexentaufe ins Leben gerufen - alle Hexen, die nach
zweijähriger Probezeit nun auf Dauer eine Holzmaske haben, wurden mit
roter Grütze getauft. Die Taufe soll jedes Jahr durchgeführt werden,
vorausgesetzt, es gibt einen oder mehrere Maskenanwärter.
In der Kampagne 2000/2001 - zum elfjährigen Jubiläum der Schellehexen
wurden die alten Hanfzöpfe gegen Pferdeschweife ausgetauscht.
In der Zwischenzeit ist die Gruppe auf die stattliche Anzahl von 33 Erwachsenen und immer mehr "Hexensamen" angewachsen.