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26.02.2005
Weihnachstbräuche: in jedem Land anders
Viele werden meinen, dass hier in Deutschland die Weihnachtsgans das älteste Weihnachtsfestessen auf den Tellern der Menschen ist. Dem ist allerdings nicht so. Eine Gans auf den festlichen Schlemmertisch an Weihnachten zu bringen ist in Deutschland erst nach 1600 populär geworden.
Dieser Brauch kommt, man sollte es kaum glauben, aus England. Elisabeth I. erhielt gerade am Heiligen Abend die Nachricht vom Sieg über die spanische Armada und just in dem Moment, als ihr die Gans serviert wurde. Daraufhin erklärte sie die Gans zum unbedingten Weihnachtsbraten und wollte diesen dann an jedem Heiligen Abend aufgetischt bekommen. Der Brauch kam schnell über den Kanal und auf dem Kontinent wurde er willig angenommen, war das Federvieh doch schon durch die Martinsgans hier gut eingeführt!
Wie wahr diese Legende auch immer sein mag, vielerorts löste die Weihnachtsgans das traditionelle "Mettenmahl", die "Mettensau", ab. Vorher war es üblich, sich mit Schweinebraten so richtig den Bauch voll zuschlagen, allerdings erst am 25. Dezember denn der 24. war im Mittelalter ein strenger Fastentag.
Warum das traditionelle Weihnachtsgericht unserer Vorfahren gerade das Schwein war, darüber gehen die Meinungen auseinander. Die einen meinen ganz pragmatisch: um diese Zeit waren die Schweine eben schlachtreif und ein ordentliches Schwein gab genug her, um satt über die Weihnachtszeit zu kommen.
Die anderen führen es darauf zurück, dass Eber und Sau heilige Opfertiere waren. Egal, fest steht, dass der weihnachtliche Schweinebraten über Jahrhunderte der Inbegriff des festlichen Mahles und des Schmausens zur Weihnachtszeit war.
Nicht fehlen durften die Klöße, auch Fisch war üblich, Salate aus Pflanzen, denen man Heilkräfte zuschrieb, Salz und Brot halfen, den Tod abzuhalten, Äpfel symbolisierten Gesundheit, Bohnen und Linsen Wohlstand.
ITALIEN
In Italien werden um die Weihnachtszeit verschiedene Feste gefeiert. Am 6.Dezember kommt San Nicola, am 13. Dezember beschenkt Santa Lucia die Kleinen, am 25. Dezember wird Il Bambinello Gesu (Christkind) überall in Italien gefeiert,
und am 6. Januar freuen sich alle Kinder auf La Befana (die gute Hexe).
Am 6. Dezember finden die Kinder die Geschenke von San Nicola vor der Tür des Schlafzimmers. San Nicola ist nicht wie in Deutschland als Bischof gekleidet und besucht auch nicht die Kinder in den Familien.
Santa Lucia lebte nur in der Phantasie und im Herzen der Kinder. Die Heilige Lucia wurde im Jahre 281 in Sizilien geboren, sie vermachte ihr ganzes Vermögen an die Armen. Noch heute wird an dem Tag "Torrone die poveri," eine Mahlzeit für die Armen vorbereitet. Sie besteht aus Kichererbsen, die mit Zucker gekocht werden, bis daraus eine feste Masse entsteht.
In Italien feiert man das Weihnachtsfest am 25. Dezember und wünscht sich "Buon Natale", was soviel wie "ein gutes Geburtsfest" heißt.
Wichtiger als der Tannenbaum ist hier die Krippe - in Erinnerung an Franz von Assisi, der als erster die Weihnachtsgeschichte mit Figuren darstellte.
In Italien ist Weihnachten ein frommes Fest, ein Familienfest und viele Italiener fasten am 24. Dezember. Nach der Mitternachtsmesse dann gibt es ein Fest und dabei darf der Weihnachtskuchen "Panetone" nicht fehlen. Das traditionelle Weihnachtsgericht ist "pollo al riso" Huhn mit Reis.
Il Bambinello Gesu (das Jesuskind), meist früh am Morgen. Wenn die Kinder aufstehen, finden sie ihre Geschenke vor der Tür des Schlafzimmers oder unter dem Tannenbaum neben der Krippe. Verschiedene Formen von Fest und Feier haben sich in den Regionen Italiens eingebürgert. In manchen Gegenden wird ein Olivenbaum gefällt und für das Feuer im Kamin bereit gehalten.
In Rom und Neapel tragen die Kinder einen großen Stern aus Pappe über einer kleinen beleuchteten Krippe von Haus zu Haus. Die wohl berühmteste Krippe ist in Rom, das Santo Bambino (Seite 38 und 39) und am 6. Januar kommt La Befana, die gute alte Hexenfigur der italienischen Kinder.
Am Abend stellen die Kinder die Schuhe vor die Tür oder hängen ihre Strümpfe vor den Kamin. La Befana fliegt von Dach zu Dach und durch die Schornsteine ins Haus hinein:
Für die artigen Kinder hinterläßt sie Süßigkeiten, für die unartigen schwarze kohlen.
La Befana sollte sich der Legende nach nicht schnell genug auf den weg zur Krippe gemacht haben und verpaßte den Stern. Seit dem irrt sie auf der Welt nach der Suche nach dem Christkind.
Sie hinterläßt in jedem Haus ihre Geschenke, in der Hoffnung, dort das Christkind zu finden. Geschenke gibt es erst am 6. Dezember - dann, als die Heiligen Drei Könige das Christuskind beschenkten.
PORTUGAL
Weihnachten ist in Portugal das bedeutendste Fest des Jahres. Es wird in der Großfamilie auf dem Land gemeinsam mit den Nachbarn gefeiert.
In einigen Dörfern wird auf dem Platz vor der Kirche ein Baumstamm verbrannt, damit sich die Menschen nach der Mitternachtsmesse wärmen können.
In manchen Gegenden geht man von Tür zu Tür, spielt Akkordeon, Querflöte, Gitarre oder Mandoline und singt Lieder zur Geburt des Christuskindes.
Zur Mitternachtsmesse bringen die Menschen ländliche Produkte als Geschenk
für das Christuskind mit. Sie legen sie vor die Krippe. Nach der Messe trifft sich die ganze Familie zum Weihnachtsfestmahl: Stockfisch, Kürbiskrapfen oder mit Zucker und Zimt bestäubte und überbratenen Weißbrotscheiben, Brotteigkrapfen, die gerade aus der Pfanne kommen, und ein Getränk, das aus Wein mit Honigrosinen und Zimt besteht.
SPANIEN
Die Adventszeit verläuft in Spanien sehr ruhig, dafür gibt es in der Zeit zwischen dem 24 Dezember und dem 6. Januar verschiedene Feste, die sehr unterschiedlich begangen werden.
Zu den traditionellen Weihnachtsbräuchen gehört das Erscheinen des Olentzero (des Köhlers), der aus den Bergen ins Dorf kommt. Er wird von den Einwohnern des Dorfes auf den Schultern getragen. Weit verbreitet sind auch die Weihnachtsaufführungen, wie z.B. der von Herodes angeordneten Kindermordes und das Fest der Meßdiener (Fiesta de Locosy Obissi Mos), bei dem ein Junge ausgewählt wird, der sich als Bischof verkleidet.
Am 25. Dezember feiert man den Weihnachtstag als fröhliches Fest "Feliz navidad". Gegen 21 Uhr beginnt in den meisten Familien das Festessen mit Krustentieren, Fisch, Lammbraten und "Mantecados", dem Schmalzgebäck. In Spanien wird wie in Italien die Krippe aufgestellt, weniger der Baum und fehlen darf auch nicht der "Turron" - eine Art türkischer Honig. Geschenke gibt es auch hier erst am Dreikönigstag "Los Reyes".
In der Zeit vom 30. Dezember bis zum 1.Januar findet die Fiesta de la Coretta statt. Bei diesem Fest wird Brennholz gesammelt und eine Kiefer gefällt. Diese wird dann geschmückt in den Ort getragen und gesegnet.
Ein weiterer Höhepunkt ist das Dreikönigsfest (Dia de los Reges). Es wird ein biblisches Spiel (Corderados) aufgeführt, und es gibt einen Umzug (Cabalgota de Reges).
POLEN
Zum Heilig Abend gehört in Polen die Weihnachtsobladen. Das sind große eckige Backopladen, meist mit einem aufgeprägten Bild.
Viele Aussiedler aus Oberschlesien kennen diesen Brauch. Tagsüber wird gefastet, und Abends kommt die Familie zum Weihnachtsessen zusammen.
Nach einer Suppe gibt es meist ein Fischgericht, wenn möglich Karpfen. Ein zusätzliches Gedeck steht auf dem Tisch: für einen Gast, der vielleicht unerwartet kommt.
Die Familie versammelt sich bei Kerzenlicht um den Tisch, dann wird das Weihnachtsevangelium vorgelesen und gebetet. Nun teilen alle ihre Weihnachtsopladen untereinander und wünschen sich "Frohe Weihnachten". Das Teilen der Obladen ist ein Zeichen dafür, das die Familie das Leben miteinander teilen will. Es ist eine Geste der Liebe und der Versöhnung. Dann setzen sich alle zum Essen. Und die Kinder hoffen unter ihrem Teller ein Geldstück zu finden...
NIEDERLANDE
Viel wichtiger als das Christkind ist für die Kinder in den Niederlande Sinterklaas. Der bringt am 6. Dezember, begleitet vom "Zwarten Piet", seine Gaben.
Um ihn freundlich zu stimmen, stellen die Kinder vor seiner Ankunft Wasser und eine Mohrrübe oder Heu für sein Pferd auf den Kamin. Am fünften Dezember wird ein großer Sack vor die Tür gelegt, den Sinterklaas dann mit seinen Geschenken füllt.
Einen ganz besonderen Empfang bereiten die Amsterdamer dem Heiligen. Vom Hafen zieht eine große Prozession zum Königspalast, wo der Heilige von Königin Beatrix empfangen wird.
FRANKREICH
In Frankreich kommt seit über 600 Jahren "Père Noel" und bringt die Gaben in der Nacht zum 25. Dezember wie sein englischer Kollege durch den Kamin.
Aus den Weihnachtsfeiertagen machen die Franzosen gerne ein ausgelassenes Fest. Am 25. gibt es traditionsgemäß ein opulentes Mahl, bei dem "Foie Gras" (Gänsestopfleber) als Beginn und "Bûche de Noel" als Abschluss nicht fehlen dürfen.
Es ist ein normaler Arbeitstag, der mit einem großen Essen in schillernd bunt dekorierten Restaurants und ausgelassenem Tanzen ausklingt. Festlich wird’s erst am 25. Dezember.
"Bûche de Noel" ist eine holzscheitförmige Buttercremetorte, deren Ursprung wohl aus dem germanischen "Julklotz" abzuleiten ist. Dieser traditionelle "Weihnachtsklotz" erwärmte früher das Festzimmer.
Dabei müssen immer so viele Scheite im Kamin liegen, wie es Familienmitglieder gibt. In einigen Familien gibt es diesen Brauch noch heute.
ENGLAND
In Großbritannien wir das Fest am 25. Dezember gefeiert. Am Vorabend hängen die Kinder ihre Strümpfe an den Kamin, denn in dieser Nacht kommt "Santa Claus" mit seinem Rentierschlitten über die Dächer gebraust und wirft die Geschenke durch den Kamin!
Der Truthahn gehört neben dem mit Gin und Rum übergossenen brennenden Plumpudding zum traditionellen Weihnachtsessen. Gut 10 Millionen köstlich gefüllte Puter stehen am Weihnachtstag auf englischen Festtischen!
Der Mistelzweig ist ein wichtiges Weihnachtssymbol vor allem in England, Schottland und Irland. Damit werden die bösen Geister vertrieben - das taten schon die Druiden in vorchristlichen Zeiten und der Brauch hat sich erhalten - vielleicht auch deshalb, weil unter dem Mistelzweig jede/r geküsst werden darf!
Beim Schmausen lieben es die sonst so steifen Engländer etwas ausgeflippt: Alle tragen Papphütchen und lassen Knallbonbons platzen. Gegen 15 Uhr versammelt sich die Familie dann vor dem Fernseher. Um der 10minütigen Ansprache der Queen ans Commonwealth zu lauschen.
ESTLAND
Gnome beschenken in Estland in der Adventszeit die Kinder mit Süßigkeiten und Früchten. Kurz vor Weihnachten reinigen die Frauen die Besen in Haus und Hof besonders gründlich. Denn Hexen und Teufelchen, die um diese Zeit ihr Unwesen treiben, benutzen diese als Fluggeräte.Schmutz und Dreck darauf würden die ansonsten ganz netten Überflieger zu üblen Streichen verleiten.
NORWEGEN
In den nordischen Ländern bezeichnet man Weihnachten als "Julfest". Es geht auf das heidnische Fest zu Ehren des Gottes "Thor" zurück. In Norwegen heißt der einheimische Weihnachtsmann "Julenisse" und ist ein Kobold, der die Geschenke bringt, aber auch für das Glück in Haus und Hof sorgt.
Um ihn bei Laune zu halten, bekommt er am Weihnachtstag Reisbrei und Bier vor die Tür gestellt. Früher war es üblich, bis 60 Speisen zum Festmahl zu servieren und nicht fehlen durfte der Haferbrei, indem eine Mandel versteckt war. Wer diese fand würde im neuen Jahr heiraten, so hieß es. Heute isst man Reisbrei, meist Rentierfleisch, Kabeljau oder Lachs, Schweinerippen oder Lammrippen und ein Rotweinpunsch wird zubereitet.
Ein einziger Festschmaus ist die Adventszeit bei den Norwegen. Beim "Julbord" werden Verwandten und Freunden bis zu 60 verschiedene Leckereien aufgetischt. In der Weihnachtsnacht stellen die Kinder für den "Julmann", der mit seinen Geschenken aus Lappland anreist, eine Schüssel mit Grütze ans Fenster.
Sie soll eine Art "Bestechung" sein für die Weihnachtswichte die "Julnissen", die dem Julmann helfen. Gibt’s keine Grütze, machen die Wichtel jede Menge Ärger.
GRIECHENLAND
In der Nacht zum 1. Januar legt der heilige Vassilius in Griechenland die Geschenke für die Kinder vor das Bett. Für die Familie gibt es an diesem Tag einen Kuchen, in den eine Goldmünze eingebacken wird. Wer sie findet, hat das ganze Jahr über Glück.
KENIA
Lustig gefeiert wird an Weihnachten in Kenia im Kreis der Familie. Am Heiligen Abend trifft man sich zu einem großen Festmahl. Danach haben die Kinder zu tun: Sie müssen das Haus reinigen, dekorieren und das Essen für den nächsten Tag vorbereiten.
Am Morgen des 25. Dezembers wird eine Ziege geschlachtet, deren Fleisch in der Familie verteilt wird. Danach geht man von Haus zu Haus, um überall fröhliche Weihnachten zu wünschen und Geschenke auszutauschen. Zum Ausklang des Festes wird bis in den Morgen ausgelassen getanzt.
AUSTRALIEN
Von weißen Weihnachten können die Australier nur träumen. Denn bei ihnen ist an Weih- nachten Hochsommer. Tannenbäume sind selten und teuer, deshalb stellt hier fast jeder einen Plastiktannenbaum auf oft schon am 15. Dezember.
Der Hitze wegen verlegen die Familien das Feiern nach Draußen. Man trifft sich auf Wiesen, im Wald oder am Strand, wo man dann bis in die Nacht beieinander sitzt, Weihnachtslieder singt und Lagerfeuer entzündet. Dabei ist der Weihnachtsmann immer mit von der Partie.
Die Geschenke gibt es am Morgen des 25. Dezembers. Am nächsten Tag treffen sich Freunde und Verwandte beim großen Truthahn-Picknick.
KOLUMBIEN
In Kolumbien beginnen am 14. Dezember die Weihnachtsfeierlichkeiten. Die ganze Familie wandert mit Freunden in den Wald, um Moos für die Krippe zu sammeln, die an diesem Tag schon aufgestellt wird.
Bei Anbruch der Dunkelheit wird zu Hause zusammen gebetet, dann gefeiert, musiziert und Weihnachtslieder werden gesungen. Die Feier hat um Mitternacht ein Ende, wiederholt sich an jedem der neuen Tage bis zum Heiligen Abend. An diesem wird nach der Mitternachtsmesse mit Feuerwerk, Tanz auf der Straße und gutem essen und Trinken gefeiert. Beschenkt werden nur die Kinder, und zwar mit Kleinigkeiten und Süßigkeiten, die die Erwachsenen in der Nacht unter den Betten der Kinder verstecken, so daß diese sie am Morgen des 25. suchen können.
MEXIKO
Mit den spanischen Erobern kamen vor 300 Jahren auch die Weihnachtsbräuche ins Land der Inkas und Azteken. Doch ein Teil ihrer eigenen Tradition konnten die Ureinwohner den Augustinermönchen unterjubeln. So wurden die Feste um die Ankunft des Gottes Huitzilopochtli später zu Ehren von Josef und Maria gefeiert.
Dazu gehören die "Psadas". Bunte Umzüge, bei denen die Herbergssuche nachgestellt wird. Dazu gibt´s Jubel, Trubel, Feuer- werk und viele Süßigkeiten. Wichtigster Bestandteil des Festes: die Pinata, ein liebevoll mit Sternen und Figuren dekoriertes Tongefäß, das mit Früchten und Süßigkeiten gefüllt und aufgehängt wird.
Ein Riesen-Spaß für die Kinder, die mit verbundenen Augen den Topf zerschlagen dürfen und alle leckeren Bonbons essen dürfen.
RUSSLAND
Nach dem Julianischen Kalender feiert die russisch-orthodoxe Kirche am 6. Januar (entspricht dem 25. Dezember) die Geburt des Herrn. Väterchen Frost bringt hier die Gaben und wird in jedem Dorf mit Musik empfangen. Dazu gibt es Kuchen, die mit vielen Herzen verziert sind. Für jedes Herz soll ein Traum in Erfüllung gehen.
Früher bekamen die Kinder ihre Gaben von Mütterchen Babuschka. Nach der Legende soll sie den Heiligen Drei Königen Quartier und Speise versagt haben
und muss sich deshalb für immer auf die Suche nach dem Jesuskind machen.
Die Weihnachtszeit im Rahmen der orthodoxen Kirche ist eher eine Fastenzeit. Das bedeutet, dass fleischlose Kost angesagt ist. Zentrale Speise ist Kutya, ein porridge-ähnliches Gericht aus Weizen- und anderen Getreidekörnen (sie stehen für Hoffnung) sowie Honig und Mohn (Freude und Erfolg). Natürlich fehlt zu Weihnachten auch Borschtsch nicht auf dem Speiseplan.
AMERIKA
Bunt gemischt wie die Bevölkerung in den USA ist auch das Brauchtum. Überall aber bringt der Santa Claus mit seinem Rentierschlitten die Geschenke in der Nacht auf den 25. Dezember. Für die Tiere stellen die Kinder am Weihnachtsabend Milch und Kekse bereit.
Ein Muß sind beleuchtete Vorgärten und der Truthahn für das Fest. Die Amerikaner schmücken ihre Häuser und Vorgärten, die Geschäfte und die Straßen üppig mit bunten Lichterketten und Figuren - je schriller, um so besser!
Ein besonderer Tag ist in der USA der Pilgertag am 21. Dezember. Die glückliche Landung der Pilgerväter wird mit einem Gericht gefeiert, in dem sich damals neuen unbekannten Zutaten wiederfinden, die der ersten Generation der späteren Amerikaner das Leben gerettet haben.
Am 24. Dezember werden große Socken an den Kamin gehängt! "Santa Claus" schlüpft in der Nacht durch den Schornstein und füllt diese mit seinen Gaben.
In den USA ist es üblich, den Weihnachtsbaum bei sogenannten "Tree-Partys" reihum bei Freunden und Bekannten gemeinsam schon Tage vor dem Fest zu schmücken.
Am 24. Dezember gibt es meist nach der Mitternachtsmette ein Mitternachtssüppchen und am 25. Dezember den obligatorischen Weihnachtstruthahn.
SCHWEDEN
Am Morgen des 13. Dezembers ist in Schweden der Tag der Lichterkönigin.
Die älteste Tochter erscheint als Luziabraut in einem weißen Kleid und einem Kranz aus Breiselbeerzweigen und brennenden Kerzen auf dem Kopf. Die "Lussibrud" weckt die Familie und serviert das Frühstück ans Bett.
Zum "Julfest" an Weihnachten kommt auch hier der Weihnachtsmann, aber auch Julgeiß und Julbock gehören zum Fest. Wie das opulente Menü bis zu 38 Gängen!
Bei dem auch die "Julkorv", eine besondere Bratwurst, serviert wird. Sie hat so große Bedeutung, daß sich auch Königin Silvia und ihre Familie dabei selbst an den Herd stellen.
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