01.02.2008
Der Tag vor Aschermittwoch heißt als "Vorabend der Fastenzeit" um 1200 mittelhochdeutsch "vastnaht". In dem später bezeugten "vas[e]naht" (dem heute oberdeutsch und mittelrheinisch "Fas[e]nacht" entsprechen) ist lediglich die Aussprache erleichert.
Der Tag vor Aschermittwoch heißt als "Vorabend der Fastenzeit" um 1200 mittelhochdeutsch "vastnaht". In dem später bezeugten "vas[e]naht" (dem heute oberdeutsch und mittelrheinisch "Fas[e]nacht" entsprechen) ist lediglich die Aussprache erleichert.
Die süddeutsche, ursprünglich bairisch-österreichische Bezeichnung
"Fasching" erscheint im 13. Jahrhundert als "vaschanc, vastschang" und
wurde als "Ausschenken des Fastentrunks" (mittelhochdeutsch "schanc" =
Schenken) verstanden.
Das auch als Freudenruf "oho, vaschang!" bezeugte Wort wurde dann
im 17. Jahrhundert an die Wörter auf "-ing" angeglichen.
Die besonders im Rheinland und Norddeutschland übliche Bezeichnung
"Karneval" schließlich wurde aus italienisch "carnevale" entlehnt,
dessen genaue Herkunft bis heute nicht eindeutig geklärt ist.
Vermutlich setzt es sich aus lateinisch "caro, carnis" (= Fleisch)
und "levare" (= wegnehmen) zusammen. Dass es auf die
unmissverständliche Aufforderung "Fleisch, lebe wohl!" (lat. "carne
vale") zurückgehen könnte, ist wohl eher eine volksetymologische
Deutung - wenn auch im Hinblick auf die Fastenzeit nicht ganz abwegig.