07.02.2007
Valentinstag - Feiertag der Blumenhändler?
Falsch geraten, keine Erfindung der Blumenhändler, die propagierten
1950 diesen Tag nur zusätzlich als "Tag der offenen Herzen". St.
Valentin ist der Schutzpatron der Liebenden, Verlobten und
Bienenzüchter. Er lebte im 3. Jahrhundert in Rom.
Die Legende berichtet: Es herrschte im römische Reich Kaiser Claudius II, ein Gegner des Christentums.
Mönch Valentin ließ es sich nicht nehmen, trotz eines Verbotes des
Kaisers, Liebespaare nach christlichem Zeremoniell zu trauen, und in
Partnerschaftskrisen zu helfen. Ihm wurde ausserdem vorgeworfen, heimlich Soldaten aus dem Heer des Kaisers
getraut und sie mit Blumen beschenkt zu haben. Der Legende nach soll er
auch vorbeigehenden jungen Leuten, die Hilfe und Trost suchten, über die Klostermauer hinweg
Blumensträuße geschenkt haben.
Im Jahre 269 n. Chr. hatte Kaiser Claudius Goticus den heiligen
Priester Valentin (manchmal auch "Bischof von Terni" genannt)
ausgerechnet am 14. Februar, einem beliebten, "Lupercalia" genannten
römischen Festtag, enthaupten lassen. Als eines der letzten heidnischen
Feste wurden die "Lupercalien" erst 494 von Papst Gelasius I.
abgeschafft.
Erst mit der Christianisierung wurde der 14. Februar dem heiligen Valentin gewidmet.
Frühe literarische Hinweise auf den Valentinstag als Tag der Liebenden
finden sich in den Werken Geoffrey Chaucers (um 1340-1400) und William
Shakespeares (1564-1616), die bereits vermerkten, dass sich an diesem
Tag die Vögel paaren.
Wo ist Valentin heute?
Im 18. Jahrhundert wurden seine Gebeine von Italien nach Bayern
überführt, in die Stadtpfarrkirche St. Michael von Krumbach /
Schwaben.
Krumbach / Schwaben ist 41 km südöstlich von Ulm, 50 km südwestlich von Augsburg und 40 km nordwestlich von Memmingen.